13.03.2013

Sport

Joggen im Winter? Fit trotz Kälte und Schnee

Joggen im Winter? Fit trotz Kälte und SchneeDiesem Vogel scheint der Schnee nichts auszumachen. Auch Jogger begeben sich trotz Kälte auf die Laufstrecke. Foto: alarifoto@iStockphoto.com (Auswahl)

Es ist ärgerlich: Der Frühling steht vor der Tür, und so mancher Sportbegeisterte möchte gerne die Laufschuhe schnüren, um den Winterspeck loszuwerden. Aber Schnee und Kälte sorgen auch im März dafür, dass es draußen ungemütlich wird. Auf Bewegung im Freien müssen Sportler trotzdem nicht verzichten, solange sie einige Regeln beachten.

Seit einigen Tagen bestimmen wieder Schnee und Eis das Landschaftsbild in Deutschland, denn das Tief „Wolfgang“ bringt arktische Luft in unsere Breitengrade. Für Sportler ist das keine gute Nachricht. Fußballspiele müssen abgesagt werden, Straßen sind vereist, das Fahrrad wartet im Keller auf seinen Einsatz. Statt den Pfunden den Kampf anzusagen, legen viele die Beine hoch, kuscheln sich in eine dicke Wolldecke und warten auf besseres Wetter. Laut einer forsa-Umfrage verzichten zwei von fünf Sportlern im Winter auf Bewegung im Freien.

Die richtige Kleidung: Joggen wie eine Zwiebel

Aber das Ausharren in den eigenen vier Wänden muss nicht sein. Wer einige Dinge beachtet, der kann sich durchaus auch bei winterlichen Temperaturen sportlich betätigen und sogar einen Winterlauf wagen. Das Wichtigste ist dabei die richtige Wärmeschutzkleidung. Outdoor-Experten empfehlen, die sogenannte „Zwiebelmethode“ anzuwenden: Mehrere dünne Schichten Kleidung schützen besser als eine dicke Schicht.

Die äußerste Hülle sollte Schutz gegen Wind und Nässe bieten, so dass sich hierfür atmungsaktive Wind- oder Softshelljacken empfehlen. Darunter sorgen mehrere Isolationsschichten für Wärme. Funktionsunterwäsche ist für den winterlichen Sport besser geeignet als Baumwollkleidung, da sie Feuchtigkeit von innen nach außen leitet und gleichzeitig vor Wind und Kälte schützt. Der Vorteil des Zwiebelprinzips: Zwischen den einzelnen Kleidungsschichten sammelt sich Luft, die sich erwärmt und eine Unterkühlung des Körpers verhindert.

Damit der Frost nicht in die Nase zwickt oder in den Nacken beißt, gilt auch dem Schutz von Gesicht und Hals besondere Aufmerksamkeit. Der Hals sollte immer gut mit einem Schal oder Kragen bedeckt sein. Mütze und leichte Handschuhe gehören ebenfalls zur Pflichtausstattung von Wintersportlern. Auch Ringelblumensalbe auf der empfindlichen Gesichtshaut entschärft so manche frische Brise.

Dass die Sportkleidung gut passt, ist übrigens nicht nur aus modischen Gründen wichtig. Denn zu enge Kleidung verhindert die Speicherung von wärmender Luft zwischen den einzelnen Kleidungsschichten. Auch ein Schlabberlook wirkt sich negativ auf den Wärmeschutz aus, da sich die Luft nicht richtig erwärmen kann. Deshalb immer passgenaue Winterkleidung tragen!

Weniger Belastung ist besser

Wer sich richtig eingekleidet hat, darf trotzdem nicht gleich mit dem Sport beginnen. Ein Kaltstart sollte im Winter tabu sein, weil sich der Körper langsam an die frostigen Temperaturen gewöhnen muss. Folglich ist ein umfangreiches Aufwärmprogramm absolute Pflicht! Damit kann man schon in der warmen Wohnung beginnen. Das mindert nicht nur das Erkältungsrisiko, sondern schont gleichzeitig Muskulatur, Bänder und Gelenke.

Um Rachen, Bronchien und Lunge zu schützen, sollten aktive Wintersportler durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. So wird die Luft etwas vorgewärmt. Aber Vorsicht: Gehen Wintersportler an die Grenze ihrer Belastbarkeit, riskieren sie ebenfalls Verletzungen, da das Immunsystem bei Kälte stärker in Anspruch genommen wird. Sportler, die ihr Leistungspensum nicht kennen, sind deshalb sicherer unterwegs, wenn sie sich nicht voll verausgaben.

Gegen die finanziellen Folgen einer Verletzung können sich Sportler sowohl im Winter wie im Sommer mit einer privaten Unfallversicherung schützen. Und nicht immer müssen die Laufschuhe geschnürt werden: Auch ein ausgedehnter Spaziergang sorgt für purzelnde Pfunde. Bei allzu glatten Wegen sollten die Winterläufer lieber das Risiko meiden und auf den heimischen Hometrainer umsteigen.

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Micha7229.08.2013 @ 20:59

Hallo,

toller Bericht - Danke für die Infos.

Ergänzend zu dem Thema möchte ich Euch noch einen Bericht nahe legen, der sich mit dem Thema Puls bei Kälte auseinandersetzt.

Vielleicht ist da ja was dabei.

www.sportiversum.de

Grüße

Micha