25.10.2013
Rubrik: Vorsorge

Weltspartag 2013

Sparschwein füttern trotz Niedrigzins

Sparschwein füttern trotz NiedrigzinsFlüssig bleiben mit Sparschwein? Am 30. Oktober wird der Weltspartag gefeiert. Foto: larsen9236@pixabay.com

Am 30. Oktober wird der Weltspartag gefeiert! Doch die niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt sorgen derzeit für Sparfrust, und laut einer aktuellen Umfrage ist die Vorsorgebereitschaft der Bundesbürger zurückgegangen. Grund zur Panik besteht deshalb noch lange nicht.

Böse Zungen behaupten, das „Sparen“ heiße so, weil man sich viele Vorsorgeformen sparen könne. Und auch so mancher Bundesbürger scheint ähnlich zu denken. Laut einer Umfrage des Sparkassen- und Giroverbandes legen rund 12 Prozent aller Bundesbürger weniger Geld zur Seite als noch im Vorjahr. "Von 100 Euro Nettoeinkommen werden nur noch 10,30 Euro zurückgelegt", erklärt ein Finanzexperte. „Vor fünf Jahren waren es 11,50 Euro."

Ein wichtiger Grund für die Zurückhaltung ist die aktuelle Niedrigzinsphase. Nicht nur die Banken zahlen für langfristige Geldanlagen weniger Zinsen, weil sie selbst Probleme haben, ihr Vermögen gewinnbringend zu investieren. Auch die Lebensversicherungen müssen ihren Garantiezins seit dem 01. Januar 2012 auf 1,75 Prozent beschränken. Die schwierige Situation am Kapitalmarkt lieferte den Medien so manche drastische Schlagzeile. Eine große Boulevardzeitung schrieb über die „stille Enteignung der Sparer“.

Vorsorge bleibt wichtig

Doch was ist die Alternative – auf finanzielle Vorsorge verzichten? Dies kann nicht die Lösung sein, zumal die Altersarmut mehr als eine theoretische Bedrohung ist. Laut aktuellen Zahlen des „Statistischen Bundesamtes“ waren zum Jahresende 2012 rund 465.000 Rentner auf Grundsicherung angewiesen und damit so viele wie nie zuvor. Diesen Ruheständlern wurden die Altersbezüge aufgestockt, damit sie wenigstens über 700 Euro im Monat verfügen.

So sei Pessimisten entgegnet, dass das Sparen trotz aller Probleme noch immer sinnvoll ist. Dies zeigt sich nicht zuletzt an einem Lieblingsprodukt der Bundesbürger. Wie die Branchenexperten des Map-Reportes berichten, erreichten die deutschen Lebensversicherungen 2012 im Schnitt eine Nettoverzinsung von 4,6 Prozent – und zahlten damit an ihre Kunden genügend Bares aus, um die Inflation aufzufangen. Wer aufgrund der Negativschlagzeilen seinen Lebensversicherungsvertrag vorzeitig kündigt, riskiert hingegen finanzielle Nachteile.

Bauen ist günstig

Und es gibt sogar Profiteure des Niedrigzinses. Wer etwa mit dem Kauf eines Hauses liebäugelt oder seinen langjährigen Hypothekenkredit verlängern muss, kann sich zu den Gewinnern der Marktentwicklung zählen. Dies liegt daran, dass sich Hypothekenzinsen stark an Renditen deutscher Staatsanleihen und Pfandbriefe orientieren. Weil diese Zinsen niedrig sind, sind es auch die Aufschläge für Baukredite.

Statt panisch alle Finanzprodukte abzustoßen, lohnt es sich also, mit Bedacht die aktuelle Vorsorgesituation zu analysieren. Was habe ich bereits für die finanzielle Vorsorge getan, wo gibt es Chancen und Risiken? Wie lässt sich die zukünftige Lebensplanung finanziell absichern, und wo gibt es Defizite? Ein Beratungsgespräch kann helfen, die Weichen richtig zu stellen.

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