Versicherungen: Jüngere setzen auf Apps, Ältere auf Papier
Digitale Services werden bei Versicherungen immer beliebter. Doch viele Verbraucher wünschen sich weiterhin persönliche Ansprechpartner und klassische Unterlagen per Post.
Die Digitalisierung verändert auch die Versicherungsbranche. Immer mehr Menschen möchten Schäden online melden und digital mit ihrer Versicherung kommunizieren. Laut einer aktuellen Umfrage bevorzugen inzwischen 52 Prozent der Deutschen eine vollständig digitale Schadenabwicklung. Vor zwei Jahren waren es noch 43 Prozent.
Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei jungen Menschen. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen möchten 62 Prozent einen Schadensfall komplett digital bearbeiten. Bei den über 65-Jährigen liegt dieser Anteil dagegen bei 38 Prozent.
Trotzdem haben klassische Angebote weiterhin ihren festen Platz. Mehr als jeder zweite Deutsche möchte Versicherungsunterlagen nach wie vor in Papierform erhalten. Bei den über 65-Jährigen wünschen sich sogar zwei Drittel weiterhin gedruckte Dokumente.
Auch die persönliche Beratung bleibt vielen wichtig. Insgesamt 53 Prozent der Befragten möchten ihre Versicherungsberater vor Ort sprechen können. Selbst unter den jüngsten Teilnehmern hält fast jeder Zweite den persönlichen Kontakt für wichtig.
Gleichzeitig wächst das Vertrauen in digitale Prozesse. Immer weniger Menschen empfinden es als problematisch, wenn ein Schadensfall automatisiert bearbeitet wird. Vor allem jüngere Verbraucher stehen solchen Lösungen offen gegenüber, sofern sie eine schnellere Bearbeitung ermöglichen.
Die Ergebnisse zeigen: Die Zukunft der Versicherungen wird digitaler, doch viele Kunden möchten weiterhin selbst entscheiden können, ob sie per App, Telefon oder im persönlichen Gespräch betreut werden.
Quelle:
Repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland (2026).
