Unterschätztes Risiko - Unfälle zuhause
Eine aktuelle Studie zeigt, dass Eltern das Unfallrisiko für ihre Kinder falsch einschätzen. So glauben 82 Prozent der Eltern, dass das Unfallrisiko zuhause oder im eigenen Garten gering sei.
Den für die Studie (GfK Finanzmarktforschung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft) befragten Eltern zufolge, hatte bereits ein gutes Drittel der Kinder (34 Prozent) einen Unfall. Davon ereigneten sich 14 Prozent im Straßenverkehr; der überwiegende Teil hingegen (60 Prozent) zuhause.
Bei den meisten Unfällen handelt es sich um Stürze (57 Prozent) - aber nur 15 Prozent der Eltern halten Stürze für die größte Unfallgefahr. Nach Angaben der befragten Eltern verletzten sich die Kinder in 37 Prozent der Unfälle am Kopf. Der Anteil der Kopfverletzungen liegt bei Kindern umso höher, je jünger die Kinder sind, das geht aus Zahlen der Unfallversicherer hervor. Demnach liegt der Anteil von Unfällen mit Kopfverletzungen bei Sechsjährigen bei 33 Prozent, bei den Drei- bis Vierjährigen ist bei jedem zweiten Unfall eine Verletzung des Kopfes die Folge, bei Einjährigen bei rund 70 Prozent.
Doch noch immer verzichtet die große Mehrheit der Eltern beispielsweise auf Helme beim Radfahren oder Inline-Skaten.
In Deutschland verletzten sich jährlich 1,7 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Die große Mehrzahl der Unfälle ereignet sich in Bereichen, in denen nur die private Unfallversicherung schützt.
Welche Ausschlüsse zu beachten sind und inwieweit sich eine Kinder-Invaliditätsversicherung als Ergänzung eignet, klärt man am besten im vertrauensvollen Gespräch mit einem Experten.