Grillen ohne Risiko
Wer liebt sie nicht, die lauen Sommerabende: Die Tageshitze verzieht sich, es ist noch hell, man genießt ein kühles Getränk und hat Familie und Freunde um sich. Was da nicht fehlen darf: der Grill. Damit die gute Stimmung nicht in ein Fiasko umschlägt, sollte man einige Sicherheitstipps zum Umgang mit dem beliebten Outdoor-Kochgerät beachten.
Nicht zu verachten, das eingelegte Steak, das durch die heiße Glut so richtig an Geschmack gewinnt. Doch man sollte sich bei der Grillerei des Wörtchens „heiß“ bewusst sein: Hier wird mit Feuer hantiert, daher ist Verbrennungen und Brandschäden vorzubeugen. Durchschnittlich verletzten sich pro Jahr 500 Menschen durch unsachgemäßen Umgang mit dem Grill so schwer, dass sie intensiv medizinisch versorgt werden müssen.
Gegrillt wird überall: Ob im Garten, auf der Terrasse, auf dem Balkon, am See, im Park, auf Festivals - der Ort spielt dabei fast keine Rolle. Was man allerdings bei der Auswahl seines Grillplatzes beachten sollte, ist ein ausreichender Abstand zu brennbaren Materialien. Grundsätzlich sollte man nur unter freiem Himmel grillen. Und bei einer hohen Waldbrandgefahrenstufe lieber gänzlich darauf verzichten, seine Würstchen zwischen Bäumen zu erhitzen.
Aber auch die Auswahl des Grills sollte dem Ort angemessen sein. So empfehlen Experten, auf dem überdachten Balkon besser auf den Elektrogrill ausweichen, um die Brandgefahr zu minimieren. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn wegen der Rauchentwicklung kann es tödlich sein, in geschlossenen Räumen zu grillen – auch ohne dass ein Feuer ausbricht!
Sicherer Umgang und richtiges Zubehör
Gefahr besteht auch durch einen wackeligen Stand des Grills. Daher gilt als oberstes Gebot, für Stabilität zu sorgen. Um das Feuer in Gang zu bringen, sollte man nur TÜV/GS-geprüfte Grillanzünder nutzen: gerade der unsachgemäße Umgang mit Spiritus und Benzin kann zu gefährlichen Stichflammen spüren. Ebenso eine Selbstverständlichkeit sollte sein, das Grillfeuer ständig zu beaufsichtigen. Kinder und Haustiere haben in Nähe des Feuers nichts zu suchen.
Auch flatternde Kleidungsstücke stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Um das Grillgut zu wenden, empfehlen sich langstielige Geräte. Immer mit dabei sein sollte der Feuerlöscher und ein Eimer Sand. Es empfiehlt sich, die Glut nach dem Grillen mit Sand oder Erde zu löschen. Keinesfalls ist die heiße Asche in Mülltonnen zu entsorgen.
Erste Hilfe bei Verbrennungen
Bei Verbrennungen sollte man schnellstmöglich den Notarzt einschalten. Gerät eine Person in Brand, sollte diese umgehend mit einer Löschdecke umhüllt und auf dem Boden gerollt werden! Je nach Schweregrad hilft Kühlen, um den Schmerz zu lindern. Allerdings maximal bei einer verbrannten Körperfläche von 20%. Kleinere Verbrennungen lassen sich lindern durch Kühlen mit Wasser, das jedoch nicht zu kalt sein sollte (ca. 20 Grad Celsius). Auf Eis ist gänzlich zu verzichten, da dies Erfrierungen auslösen kann. Öl oder Mehl haben auf der Brandwunde gleichfalls nichts zu suchen, spezielle Gele oder Salben sollte nur der Arzt verwenden.